
...ist nicht besonders anspruchsvoll. Der Wind kommt überwiegend aus westlichen Richtungen. Von Lemmer, wo unser Boot derzeit liegt, heißt es da aufkreuzen. Wirkliche Flautentage sind selten. Starkwind gibt es öfter. Ab 6 Bft baut sich dann die berüchtigte Ijsselmeerwelle auf. Durch das flache Wasser sind die Wellenkämme weniger als eine Schiffslänge voneinander entfernt. Auch bei nur 1,5m Höhe ist das für ein 10m Boot dann wie eine Schlaglochpiste. Plötzliche Wetteränderungen sind, wenn man von Sommergewittern mal absieht, eher selten. Und wenn, dann gibt es keinen Ort, von dem man nicht innerhalb von 2 h einen schützenden Hafen erreichen könnte.
Unterwegs empfiehlt es sich den Funkverkehr auf Kanal 1 mitzuhören. Der "Centrale Meldepost Ijsselmeer" in Lelystad koordiniert den Verkehr und informiert über alles wichtige. Jeweils 15 Minuten nach der vollen Stunde gibt es dort aktuelle nautische Informationen, die auch einen Wetterbericht enthalten. An die niederländischen Ansagen gewöhnt man sich schnell. Ausführliche Wetterberichte auch in englischer Sprache gibt es durch die niederländische Küstenwache immer um 8.05, 13.05, 19.05 und 23.05 Uhr auf den Kanälen 23 und 83. Man stellt einfach den Kanal ein, auf dem man den besten Empfang hat.
Auch auf relativ überschaubaren Gewässern wie dem Ijsselmeer ist es heutzutage selbstverständlich ein GPS dabei zu haben. Es beruhigt schon sehr jederzeit einen genauen Standort zu haben obwohl man meistens auch irgendeinen Kirchturm am Horizont ausmachen kann. Ich habe mir angewöhnt jede Stunde einmal die Postion zu notieren und ein Kreuzchen in die Karte zu machen.